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Theater für die ganze Familie: DAS STUTTGARTER HUTZELMÄNNLEIN von Felix Huby
Autor: Felix Huby
Regie: Marcel Keller
UA: 08.11. | Staatstheater Stuttgart

DAS STUTTGARTER HUTZELMÄNNLEIN von Eduard Mörike gehört zumindest im Schwabenland zu den Geschichten, die man einfach kennt oder kennen lernen muss. Und wenn es dann auch noch dem versierten Autor Felix Huby und dem Stuttgarter Dramaturgen Jürgen Popig gelingt, dieses Märchen über den Schustergesellen Seppe und den Wichtelmann auf die Bühne zu bringen, ist das zwangsläufig bestes Theater für die ganze Familie.

"Ohne Mörike zu verraten, ist es Huby gelungen, die zugleich so phantastische wie wirklichkeitsnahe Geschichte mit ihren mehr als zahlreichen Figuren und Handlungsfäden zu straffen. Als habe er sich das berühmte Motto von Eduard Mörike ‚No nix forciere' zu eigen gemacht, erweist sich Felix Huby auch in seinem allerersten Theaterstück als grandioser Dialogautor. Mörike müsste im schwäbischen Dichterhimmel eigentlich sehr zufrieden sein.
Als Seppe seinen ungnädigen Meister verlässt und auf Wanderschaft geht, schenkt ihm der Hutzelmann ein magisches, weil sich ständig erneuerndes Hutzelbrot. Seppe bekommt zudem zwei paar rotgefütterte Glücksschuhe: Ein Paar solle er am Weg stehen lassen, in dem ihm einst sein zukünftiges Glück begegne, sagt der Hutzelmann, dem er als Gegengabe nur ein Klötzle Blei von Blaubeuren mitbringen soll. Daß Seppe den einen Schuh verwechselt und fortan durch die Handlung humpelt, ist nur eines der erstaunlichen Missgeschicke, die er auf seinem Weg über die schwäbische Alb und in Ulm bei der mordlustigen Gundel erlebt. Und als Seppe endlich wieder daheim und in Stuttgart ist, wird alles, alles gut, Vrone hat das zweite Paar Glücksschuhe an, die beiden treffen sich balancierend auf dem Seil, und dort verloben sie sich."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Neben Mörike und Huby ist vor allem dem Regisseur Marcel Keller zu danken. Auch Keller kennt offenbar mancherlei Zaubertricks. Sein wichtigster Trick ist jedoch dieser: Zu keinem Zeitpunkt seiner Inszenierung biedert er sich dem jungen Publikum an. Was er ihnen zeigt, ist tatsächlich eine alte Geschichte, ein Märchen, spannend, lustig, geheimnisvoll, gruselig. Und vor allem eins: fremd. Es ist nichts Alltägliches. Es ist etwas ganz Besonderes, etwas Ungewöhnliches, etwas anderes. Es ist: Theater."
Stuttgarter Zeitung

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